Special "Sichere Holzernte"

Sichere Holzernte in komplexen Waldstrukturen

Special des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

Bildquelle: Wald und Holz NRW

Die Bedingungen des Holzeinschlages  gestalten  sich mit der veränderten  Sichtweise auf unsere Wälder durch Gesellschaft und Politik stetig neu. Um die Wälder im Hinblick auf den Klimawandel stabil zu gestalten, sollen zukünftig mehr und mehr Nadelholzreinbestände in strukturreiche Mischbestände umgebaut werden. Einen weiteren Einflussfaktor auf die Bedingungen des Holzeinschlages stellt der sich verändernde Holzmarkt dar. Sägewerke, die immer stärker „just in time“ produzieren, fordern praktisch ganzjährig Rohholz nach, weshalb die Holzernte zunehmend auch in belaubten Beständen betrieben wird.  Dauerwaldstrukturen, in denen zu erntende Bäume,  Naturverjüngung und bewusst belassenes Totholz auf derselben Fläche stehen, bergen jedoch deutlich höhere Gefährdungen für den Forstwirt bei der Holzernte, als dies im Altersklassenwald der Fall ist. Erkrankungen  wie das Eschentriebsterben sorgen zusätzlich dafür, dass vermehrt Holz eingeschlagen wird, welches besondere  Anforderungen an die angewandten Verfahren und Werkzeuge stellt.   

In den letzten Jahren wurden daher neue technische und methodische Lösungen zur Unterstützung der Forstwirte entwickelt. Wald und Holz NRW setzt diese neuen Hilfsmittel in seinen Forstwirtrotten ein, um die Holzernte für die Beschäftigten so sicher und ergonomisch wie möglich zu gestalten.

Parallel zu den genannten technisch-methodischen Entwicklungen konzipierten die Unfallversicherungsträger die Vorschriften für diese Arbeitsfelder neu.  Die Holzernte kann durch den Einsatz von modernen Hilfsmitteln und Techniken deutlich sicherer gestaltet werden. Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen entwickelte entsprechende Gefährdungsbeurteilungen, die diesen Entwicklungen Rechnung tragen.

Bildquelle Wald und Holz NRW

Gezeigt werden:

 ·         Sichtweise auf das Arbeitsumfeld durch aktuelle Gefährdungsbeurteilungen

 ·         Werkzeuge für sicheres Arbeiten in der motormanuellen Holzernte

 ·         Technische Lösungen für die seilwindenunterstützte Fällung von Bäumen

Die präsentierten  Hilfsmittel und Arbeitsverfahren sollen  Waldbesitzer, Unternehmer  und sonstige in der Forstwirtschaft Beschäftigte  über den aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten in der motormanuellen Holzernte informieren und die aktuellen Vorgaben durch die Unfallversicherungsträger darstellen.

 

Ziel ist es, die Sicherheit bei Holzerntearbeiten in komplexer werdenden Waldstrukturen in den Fokus zu rücken und Lösungen anzubieten, die die Gefährdung der im Wald Beschäftigten minimieren.

Projektpartner:

Brilon Forst
Waldbauernverband NRW
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Fachpartner:

RWZ

Mit freundlicher Unterstützung: