DLG-Special "Notruf im Wald"

DLG-Special "Notruf im Wald"

Special der DLG in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

„Sanitäter versorgen einen verletzten Waldarbeiter“
Bild: Martin Kolbe; Bildquelle: stmelf Bayern

Arbeiten im Wald sind oft mit einer hohen Gefährdung verbunden. Unfälle, die sich unter den schwierigen Verhältnissen im Forst ereignen, sind meist durch schwere Verletzungen und akute gesundheitliche Beeinträchtigung gekennzeichnet.

Verbesserte Maschinenkonstruktionen, eine optimierte persönliche Schutzausrüstung und angepasste Arbeitsverfahren konnten zwar die Unfallzahlen in den letzten Jahren senken, allerdings besteht durch schwer abschätzbare Gefahren weiterhin ein hohes Unfallrisiko.

Um die Chancen auf eine völlige Genesung oder Überleben des Verunfallten zu erhöhen, ist eine schnelle Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen und die direkte Führung der Rettungskräfte zum Unfallort unerlässlich. Dabei treten häufig Probleme auf, da nur ein missverständlicher oder stellenweise gar kein Notruf abgesetzt werden kann.

Besonders prekäre Situationen treten auf, sobald Tätigkeiten in Alleinarbeit, also außerhalb von der Ruf- und Sichtverbindung zu anderen Personen ausgeführt werden. Tritt in einem solchen Szenario ein Notfall ein und verfügt der Verunfallte über kein funktionierendes Notrufsystem, kann kein Notruf abgesetzt werden und der Unfall wird schlimmstenfalls erst nach mehreren Stunden oder am Ende des Arbeitstages entdeckt.

Inhalte:

„Integration des Notrufsystems in die Funkfernsteuerung der Seilwinde – Hersteller B&B“
www.forstpraxis.de/die-siebte-generation

Zu Beginn soll der Besucher über Grenzen und Möglichkeiten von Notrufgeräten informiert werden und wie Arbeiten im Wald technisch abzusichern sind. Anhand einer beispielhaften Gefährdungsbeurteilung wird die Zulässigkeit von verschiedenen Arbeiten im Forst nach der DGUV Regel 112-139 und die Sicherheitsmaßnahmen zur Risikominimierung erläutert.

Anschließend werden verschiedene Notrufmöglichkeiten vorgestellt und miteinander verglichen. Dabei ist besonders auf den jeweiligen Anwendungsbereich einzugehen und eine Kostenkalkulation aufzuzeigen. Die gesetzliche Zulassung von Alleinarbeit im Wald und deren Absicherung wird behandelt  und die Forderungen der Berufsgenossenschaften dazu erklärt. Auch auf die Sonderstellung von allein ausgeführten Tätigkeiten im bäuerlichen Betrieb wird eingegangen und explizit nochmals auf die Ausnahmestellung hingewiesen.

Ziel ist es für den jeweiligen Anwender eine passende Lösung zu präsentieren, die nicht nur für den Bereich der Waldarbeit beschränkt ist, sondern auch Anwendung in vielen weiteren Aktivitäten, wie Jagd, Sport oder Freizeit im Wald finden kann. 

Projektpartner:

Brilon Forst
Waldbauernverband NRW
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Fachpartner:

RWZ

Mit freundlicher Unterstützung: